Die Inseln des Toskanischen Archipels
Der Toskanische Archipel ist eine Inselkette zwischen dem Ligurischen Meer im Norden und dem Tyrrhenischen Meer im Süden sowie zwischen Korsika im Westen und der toskanischen Küste. Sie umfasst sieben größere Inseln: Elba, Giglio, Capraia, Montecristo, Pianosa, Giannutri und Gorgona (in der Reihenfolge ihrer Größe). Es erstreckt sich über 166 Kilometer (103 Meilen) von der nördlichsten Insel Gorgona bis zur südlichsten Giannutri und 56 Kilometer (35 Meilen) von der westlichsten (Capraia) bis zur toskanischen Küste. Alle Inseln stehen unter dem Schutz eines der größten Meeresparks der Welt, dem Nationalpark Toskanischer Archipel, der 1980 eingerichtet wurde.
„Nach der Legende ließ die Göttin Venus, Göttin der Schönheit, als sie aus den schönen Gewässern des Tyrrhenischen Meeres auftauchte, von ihrer Halskette, die sie um den Hals trug, sieben Perlen fallen, die ins Meer fielen und zu den sieben Inseln des Toskanischen Archipels wurden“
Der Ursprung des Archipels geht auf die Triaszeit zurück, und die Inseln, Inselchen und Felsen haben unterschiedliche geologische Ursprünge wie magmatische, sedimentäre und metamorphe Gesteine. Der Archipel zeichnet sich durch ein mediterranes Klima mit hoher Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über aus. Die Flora und Fauna ist von Insel zu Insel unterschiedlich, aber hauptsächlich haben alle eine buschartige Vegetation.
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Die sieben größten Inseln
Isola d'Elba
Mit 223 km² ist Elba die größte Insel des toskanischen Archipels und nach Sizilien und Sardinien die drittgrößte Insel Italiens. Sie liegt 10 Kilometer von der Küstenstadt Piombino auf dem toskanischen Festland entfernt.
Die 147 km lange Küstenlinie mit ihren Buchten und abwechslungsreichen Sandstränden zieht jedes Jahr viele Touristen an. Die Landschaft im Landesinneren ist eher gebirgig und erreicht mit dem Monte Capanne, dem höchsten Berg der Insel, 1019 Meter.
Die Insel gehört zur Provinz Livorno und zählt etwa 30.000 Einwohner, die hauptsächlich in den 5 größeren Ortschaften Portoferraio, Marina di Campo, Porto Azzurro, Procchio und Rio Marina leben.
Isola del Giglio
Die Insel Giglio liegt südlich von Elba und ist mit 21 km2 die zweitgrößte Insel des Toskanischen Archipels. Vom Festland, bzw. von der Halbinsel Monte Argentario, trennen sie rund 16 km.
Die Küste ist rund 27 km lang, und ähnlich wie Elba ist Giglio eher gebirgig: der Bergrücken gipfelt mit dem Poggio della Pagana in 465 Meter über dem Meeresspiegel.
Verwaltungstechnisch gehört sie zur Provinz Grosseto und zählt rund 1.350 Einwohner, die in den drei Ortschaften Giglio Porto, Giglio Castello und Giglio Campese leben.
Isola di Capraia
Capraia ist die nordwestlichste der sieben Inseln des Toskanischen Archipels und mit 19 km² nach Elba und Giglio die drittgrößte.
Wie Elba gehört es zur Provinz Livorno. Sie hat eine Küstenlinie von etwa 30 Kilometern Länge. Sie ist eine Insel vulkanischen Ursprungs und überwiegend gebirgig mit einem Bergrücken, der in dem 445 Meter hohen Monte Castello gipfelt.
Erst 1986 schloss die Regierung die Strafkolonie und öffnete die Insel für Besucher. Sie zählt heute rund 400 Einwohner.
Isola di Montecristo
Die dank der Literatur vielleicht bekannteste der sieben Inseln ist Montecristo, die viertgrößte Insel des Toskanischen Archipels. Sie ist die am weitesten von der toskanischen Küste mit etwa 63 km entfernt. Administrativ gehört er zur Gemeinde Portoferraio (Elba) in der Provinz Livorno.
Die Insel misst nur 10,4 km² und hat eine Küstenlänge von rund 16 km. Montecristo ist ein mächtiges Granitmassiv welches Steil aus dem Meer herausragt und mit dem Monte della Fortezza 645 Meter erreicht.
Bis zum 16. Jahrhundert lebte hier eine Klostergemeinschaft, heute ist die Insel unbewohnt. Als integrales Naturschutzgebiet ist der Besuch nur mit Sondergenehmigung erlaubt und selbst Fischen, Tauchen oder Ankern verboten. Der Nationalpark Toskanische Archipel bietet jedes Jahr eine gewisse Zahl von geführten Touren (IT) an, die mit dem Schiff von Piombino / Elba oder Porto S. Stefano / Giglio organisiert sind.
Isola di Pianosa
Die Insel Pianosa liegt zwischen Elba und Montecristo und ist mit einer Fläche von 10,25 km² und einen Küstenumfang von 26 km nur unwesentlich kleiner als letztere. Allerdings, ist sie nicht gebirgig sondern flach. Die Küstenlinie ist felsig und besitzt nur wenige Strände.
Im Jahr 1856 wurde hier eine landwirtschaftliche Verbrecherkolonie eingerichtet, das sie aufgrund der Lage als idealer Ort für die Isolierung und Bewachung von Gefangenen angesehen wurde. Erst seit der Stilllegung des Hochsicherheitsgefängnisses im Jahr 1999 kann die Insel besucht werden.
Isola di Giannutri
Giannutri ist die südlichste Insel des Toskanischen Archipels und mit einer Fläche von 2,6 km² die sechstgrößte. Die flache Insel und seine Gewässer sind größtenteils ein Naturschutzgebiet, welches besonders geschützt ist.
Mit ihrer Halbmondform hat sie einen Küstenumfang von etwa 11 km. Es überwiegen felsige Klippen, und es gibt nur zwei kleine Kiesstrände im Zentrum der Insel, in der Buchten Cala Spalmatoio und Cala Maestre, wo auch die kleineren Fähren und Ausflugsschiffe anlegen.
Verwaltungstechnisch gehört sie zur Gemeinde Isola del Giglio und zur Provinz Grosseto.
Isola di Gorgona
Gorgona ist die nördlichste Insel des Toskanischen Archipels und mit einer Fläche von 2,6 km² und einer Küstenlänge von 8 km die kleinste. Das Insel ist sehr gebirgig und gipfelt mit der Punta Gorgona auf 225 Metern.
Im Mittelalter war die Insel für ihr Kloster bekannt, das nach seiner Schließung im Jahr 1869 in eine landwirtschaftliche Strafkolonie umgewandelt wurde, die noch heute in Betrieb ist.
Auf der Insel leben etwa 200 Menschen, darunter Gefangene, Angestellte und Bewohner. Gorgona ist als Naturschutzgebiet sowohl zu Lande als auch zu Wasser weitgehend geschützt.
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